Winterdiesel / Dk-Minus
Winterdiesel - Eigenschaften und Grenzen im Winterbetrieb:
Dieselkraftstoff besteht aus einem Gemisch verschiedener Kohlenwasserstoffe. Der naturgegebene Anteil an Paraffinen scheidet sich beim Abkühlen des Produktes in Kristallform aus. Dabei kommt es bei extremer Kälteeinwirkung zur Erstarrung. Das Fließverhalten ist also temperaturabhängig. Es ist über definierte Messungen charakterisiert und lässt sich in gewissen Grenzen durch Zugabe von Additiven, so genannten Fließverbesserer, verbessern.
Diese Fließverbesserer werden in den Raffinerien zugegeben. Sie bewirken beim Unterschreiten des Cloudpoints – das ist die Temperatur, bei der es zu ersten Paraffinausscheidungen kommt – dass die entstehenden Paraffin-Kristalle klein bleiben und damit nicht so schnell zu Filterverstopfungen führen können. Die Zugabe dieser Fließverbesserer ist nach Art und Menge auf die Produktkomposition abgestimmt. Im Kernwinter wird zusätzlich ein Homogenisator-Additiv zugemischt, das die Paraffin-Kristalle über längere Zeit so klein hält, dass sie weitestgehend in der Schwebe bleiben.